An Rentner, und die, die es bald werden wollen. Aber auch alle anderen, die Interesse an einem friedlichen Zusammenleben in Deutschland haben und nachfolgenden Generationen ein modernes und lebenswertes Land hinterlassen wollen.

Ich habe nämlich zusehends das Gefühl, dass wir Jüngeren den Kürzeren ziehen. Ich zähle mit meinen 44 Jahren zur jüngeren Hälfte in Deutschland, das muss man sich erstmal klar machen! Und unsere Belange finden in dieser überalterten Gesellschaft nicht ausreichend Beachtung.

Die Gründe liegen auf der Hand: Politiker, die wiedergewählt werden wollen, richten sich in erster Linie nach den Bedürfnissen der breiten Wählerschichten. In unserem Fall seid das Ihr Älteren. Und Ihr interessiert Euch nicht so sehr für modernen Kram, wie Computer oder KI. Zum Teil kann ich das sogar noch nachvollziehen, aber auch Themen wie Bildungschancen oder Kinderarmut oder moderne Infrastruktur sind kaum von Interesse für Euch.

Stattdessen Rente, Verbrenner, Atomkraft, Themen von Vorgestern eben. Nichts was uns voranbringt, Euch Ältere aber nach wie vor überzeugt. Also werden diese Dinge aus der Mottenkiste gezogen, die jeden meiner Generation eher schockieren.

So, und da will ich ansetzen. Denn auch Ihr Älteren solltet, ja müsst ein Interesse an einem modernen Land, an guter Bildung haben. Oder, noch viel wichtiger, an Kinderbetreuung. Ich wünsche es Euch jedenfalls nicht, dass Ihr pflegebedürftig seid, Eure Pflegekraft aber hin und wieder einfach nicht kommt, da die Kinderbetreuung mal wieder ausfällt.

Oder, ganz andere Frage, wer soll, nach Eurer Meinung, mal unser Land mal führen? Unsere Schulen bringen immer weniger dieser Leistungsträger hervor, und das ist nicht nur für uns Jüngere ein Problem, sondern auch für Euch Ältere.

Denn eines weiß ich: Rente mögt Ihr, aber wer die wie erwirtschaftet ist Euch reichlich egal.

Angesagt